Reutlingen beschließt Haushaltsplan

Reutlingen — Rund vier Millionen Euro Kirchensteuern fließen in den »Plan für die kirchliche Arbeit 2021« der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Reutlingen. Er wurde bei der jüngsten Online-Sitzung des Gesamtkirchengemeinderats einstimmig beschlossen und hat im Ordentlichen Haushalt ein Volumen von 13,2 Millionen Euro.

Etwa ein Drittel der Einnahmen kommen durch öffentliche Zuschüsse, die zum allergrößten Teil für die 14 Kindergärten bestimmt sind, für die die Gesamtkirchengemeinde die Trägerschaft hat. Rund 15 Prozent der Einnahmen sind Elternbeiträge. Trotzdem muss dieser Arbeitsbereich noch mir rund einer halben Million Euro subventioniert werden.
Ein weiterer Aufgabenbereich der Gesamtkirchengemeinde ist die Familien- und Erwachsenenbildung, die rund 340 000 Euro Zuschussbedarf hat. Und mit 300 000 Euro schlägt die Kirchenmusik zu Buche. Dieser Bereich kann nur durch einen Griff in die Rücklagen von 33 000 Euro ausgeglichen werden.

Für Baumaßnahmen zum Gebäudeerhalt müssen rund 1,3 Millionen Euro ausgegeben werden. Größte Einzelposten sind die Dachsanierung der Jubilate-Kirche in Orschel-Hagen mit 480 000 Euro und die Restaurierung des Hauptturms der Marienkirche mit 380 000 Euro. Schon angekündigt ist eine Fassadensanierung der Mauritiuskirche in Betzingen für 2022 mit etwa einer Dreiviertel-Million Euro.

Da es in diesem Jahr noch verschiedene Sonderzuweisungen der Landeskirche gab, konnte der Haushalt ohne große Kürzungen aufgestellt werden. Für die kommenden Jahre rechnet Kirchenpfleger Daniel Fehrle allerdings mit einem Rückgang der Einnahmen. Daher soll verstärkt um Spenden geworben werden. Eine neue Stelle für einen hauptamtlichen »Fundraiser« ist daher bereits im diesjährigen Haushalt eingerichtet worden.

Text: Jürgen Simon