01.01.20

Neujahrsbrief des Reutlinger Prälaten

Zum Jahresbeginn hat der Reutlinger Regionalbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Prälat Dr. Christian Rose, dazu aufgerufen, eigene Grenzen zu erkennen und das Loslassen als eine Möglichkeit der Entlastung wahrzunehmen.

Rose greift in seinem Neujahrs-Rundbrief an die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter in seinem Prälaturbereich, an Weggefährten und Gesprächspartnerinnen die ökumenische Jahreslosung 2020 aus dem Markus-Evangelium auf: »Ich glaube, hilf meinem Unglauben!« Der Prälat schildert den biblischen Zusammenhang, in dem es um die Heilung eines Jungen geht und darum, dass die Jünger Jesu ihn nicht heilen konnten. Jesus antwortet ihnen im Markus-Evangelium auf ihre Frage nach dem Warum: Es liegt nicht in eurer Hand.

Christian Rose, der auch Prediger an der Marienkirche ist, überträgt dies auf die Gegenwart: »Trotz aller Möglichkeiten: uns sind Grenzen gesetzt.« Und er gibt den Adressaten seines Rundbriefs den Ratschlag: »Loslassen, was wir nicht können. Und erbitten, was in eines anderen Hand liegt. Das gelingt nur durch das Gebet.«

Außerdem erkennt der Reutlinger Prälat auch in Kunstwerken eine »heimliche Kraft, die von ihnen ausgeht« und nennt als Beispiel die Ergebnisse des Kunstwettbewerbs der Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen, die im vergangenen Herbst präsentiert wurden. Von einem der 53 Künstler habe er Bilder in der Prälatur aufgehängt, an deren Kraft er sich erfreue,
so Christian Rose in seinem Rundbrief.

Autor: Jürgen Simon