30.11.20

Gottesdienste im Advent und an Weihnachten

"Es begab sich zu der Zeit, dass ein Gebot ausging ..."

Reutlingen — Trotz Einschränkung des öffentlichen Lebens durch die Corona-Schutzvorschriften bleiben Gottesdienste erlaubt. Sie werden von den Kirchen in der Advents- und Weihnachtszeit wie gewohnt am Sonntagmorgen gefeiert, doch gibt es in diesem Jahr auch neue Formen. Was sich außerdem ändert, ist dass zu besonders frequentierten Angeboten die Teilnahme nur mit Voranmeldung möglich ist. Daher empfiehlt das Evangelische Dekanatamt Reutlingen, die private Planung schon jetzt zu beginnen.

Die Gesamtkirchengemeinde Reutlingen hat eine tabellarische Übersicht über die Gottesdienste an den Feiertagen zusammengestellt, die in allen Gemeindebriefen der Gesamtkirchengemeinde abgedruckt ist. Diese Briefe werden derzeit an alle Haushalte mit evangelischen Kirchenmitgliedern verteilt. Auch in den anderen Gemeinden werden derzeit die Gottesdienstzeiten zu Advent und Weihnachten veröffentlicht.

Traditionen bleiben
Obwohl kein Reutlinger Weihnachtsmarkt stattfindet, wird um 18 Uhr am ersten Adventssonntags in der Marienkirche ein Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag mit Sänger*innen des Gospelchors gefeiert. An den folgenden beiden Wochenenden des zweiten und dritten Advent wird es musikalische Abendandachten geben: Jeweils Freitag und Sonntag beginnen um 17 wie um 19 Uhr die rund 45 Minuten dauernden Adventsmusiken, zu denen in diesem Jahr eine Anmeldung erforderlich ist. Auf der Webseite www.nmk-reutlingen.de geht das komfortabel, dort wird auch die Zahl der noch freien Plätze angezeigt.

Ohne Anmeldung, aber mit namentlicher Registrierung am Eingang sind die »Wege zum Licht« in der Reutlinger Katharinenkirche geplant. Kerzen zeigen an allen vier Adventssamstagen zwischen 17 und 19 Uhr den Weg zur Kirche. Dort gibt es einen Wechsel von stiller Zeit bei Kerzenschein, einem geistlichen Impuls und Instrumentalmusik jeweils zu vollen Stunde. Ebenfalls an den Adventssamstagen um 18 Uhr gibt es, beginnend in der Mauritiuskirche Betzingen, dann wöchentlich abwechselnd mit der Christuskirche, musikalische Gottesdienste, die ohne Anmeldung besucht werden können.

Heiligabend etwas anders
Zu den Gottesdiensten an Heiligabend ist in fast überall Voranmeldung nötig, gleichgültig ob sie in einem Gebäude oder im Freien gefeiert werden. Die Anmeldemöglichkeiten in den Gemeinden sind unterschiedlich, vom Telefonanruf im Pfarrbüro über E-Mail bis zur Reservierungsübersicht auf der Webseite reicht die Palette. Nur in Orschel-Hagen gibt es stündlich zwischen 15 und 21 Uhr jeweils kurze Andachten im Freien vor der Kirche, die ohne Anmeldung besucht werden können.

Die Gottesdienstzeiten sind Heiligabend zum Teil verändert oder erweitert, so ist zum Beispiel in der Katharinenkirche, die derzeit nur 75 Plätze belegen kann, die Zahl der Gottesdienste verdreifacht worden. Dazwischen wird kräftig gelüftet, so dass man sich wärmer anziehen sollte als gewohnt. Eine Übersicht der Gottesdienste für die Feiertage, die dann die aktuellen Entwicklungen berücksichtigt, wird in der Weihnachtswoche veröffentlicht.
Feier für zu Hause vorbereiten

Wer lieber zu Hause bleibt, doch die Verbundenheit mit anderen Christen sucht, kann ab dritten Advent in den Kirchen und auf der Webseite www.reutlingen-evangelisch.de ein Faltblatt mit einem Hausgottesdienst bekommen, um diesen an Heiligabend zu feiern. Mit einem ökumenischen Stadtgeläut wird in Reutlingen ab 17 Uhr diese Feier eingeläutet.
Außerdem kann man sich für die Feier zu Hause das Friedenslicht von Bethlehem holen. Es wird in der Geburtsstadt Jesu entzündet und dann von Pfadfindern in der Welt verteilt. Am dritten Advent kommt es in Deutschland an. Es kann in der Reutlinger Citykirche von 17. bis 19. Dezember von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie in den meisten Gemeindekirchen in den Gottesdiensten am 4. Advent oder an Heiligabend mit einer selbst mitgebrachten Laterne oder Windlicht abgeholt werden.

Autor: Jürgen Simon